In den fünf Jahren seit der letzten Volkszählung im Jahre 1840 kam es zu einer regelrechten Bevölkerungsexplosion in Schwissel. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner stieg um 19 Personen (Zuwachs von 13,5%) an. Die Anzahl der Wohngebäude in Schwissel blieb aber bei 23, so dass bei 78 männlichen und 82 weiblichen Bewohnern im Durchschnitt fast 7 Personen pro Gebäude lebten. Die älteste Person im Dorf war 83 Jahre alt. Der Altersdurchschnitt betrug 26,6 Jahre. 56 Personen waren verheiratet, 96 unverheiratet und 8 Personen Witwen bzw. Witwer. Das Ensemble der Gebäude im Dorf setzte sich aus je 7 Hufengebäuden, Abnahmehäusern und Katen sowie dem Armenhaus und dem Schulgebäude zusammen. Zur näheren Beschreibung der Gebäudebezeichnungen wie auch einiger Berufsbezeichnungen wird auf die Informationen zur Volkszählung von 1835 verwiesen. War in den Jahren 1835 und 1840 Behrens der dominierende Nachname in Schwissel, so wird er im Jahre 1845 von dem Familiennamen Rickert abgelöst. Lebten 1840 noch 22 Personen mit dem Namen Rickert im Dorf, so waren es 1845 bereits 40 Personen (28,4%). Die Anzahl der Personen mit dem Nachnamen Behrens blieb nahezu konstant (1840 24 Personen, 1845 23 Personen) und war mit 14,4% am zweithäufigsten vertreten. Allein 43% der Einwohnerinnen und Einwohner von Schwissel trug 1845 also einen dieser beiden Nachnamen. Weiterhin häufig vertreten waren Reimers und Gerth mit je 10 Personen. Der am häufigsten vertretene männliche Vorname war auch 1845 Claus Hinrich (14 Personen, 18%) gefolgt von Hans Christian (12 Personen, 15%). Bei den weiblichen Vornamen dominierte weiter Anna Catharina (11 Personen, 13%). An die zweite Position konnte sich Catharina Margaretha (8 Personen, 10%) setzen. Die in der Landwirtschaft Beschäftigten im Jahre 1845 verteilten sich auf 5 Vollhufner, 3 Halbhufner, 15 Insten, 5 Käthner und 1 Anbauer. Im Dorf befanden sich ein Schmied, ein Schneider, vier Weber, ein Schäfer, zwei Zimmerleute und der Lehrer. Angestellt waren 10 Dienstboten/Knechte und 14 Dienstmädchen/Mägde. Zudem wohnten zwei reine Tagelöhner im Dorf.